Niedrigseilgarten

Nutzungshandbuchund Sicherheitsempfehlungen für den Niedrigseilgarten der Grund-und
Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf

Der Niedrigseilgarten im Schulwald der Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf wurde von Lehrerinnen und Lehrern sowie von Förderern der Schule in Eigenleistung erbaut. Unterstützt wurde der Aufbau von der Globetrotter-Akademie.

1. Einstieg in den Schulwald
Die Schülerinnen und Schüler sollten, bevor sie im Schulwald aktiv werden, mit kleinen Spielen und Partnerübungen auf die Aufgabe und das Zusammenspiel von körperlicher Herausforderung und Teamarbeit vorbereitet werden. Der Schulwald ist kein Sportplatz, das Betreten der Elemente ohne qualifizierte Betreuung ist verboten. Der Aktiv-Schulwald ist eine Schulungseinrichtung, die Selbstbewusstsein und Sozialkompetenz der Teilnehmer stärken soll.
Die Nachhaltigkeit einer solchen Schulungsmaßnahme kann durch eine intensive Vor- und Nachbereitung verbessert werden.

Spotten
Eine/ein Teilnehmer(in) sichert einen anderen, der sich in einer Aktion befindet, ab. Er steht in Schrittstellung und mit fangbereiten Armen hinter dem aktiven Teilnehmer. Der Aktive darf in der Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden. Es geht darum, im Falle eines Sturzes den Teilnehmer so aufzufangen, dass er sich nicht verletzt. Besondere Wachsamkeit auf Kopf und Hals legen. Sollte vorher vorgemacht und geübt werden!

2. Boulderwand
Die Boulderwand ist ein idealer Einstieg in eine Schulungseinheit. Hier kann man sich ausprobieren, selber Aufgaben stellen und schnell Erfolgserlebnisse verzeichnen.

Mögliche Aufgabenstellungen:
Hindernisse umklettern: einzelne Griffe oder Löcher sind gesperrt. Sie dürfen nie vom Körper abgedeckt sein, müssen also bewusst umklettert werden.
Blind klettern: Die Teilnehmer klettern blind und der Weg wird ihnen von Mitschülern beschrieben (welcher Griff, wo befindet er sich etc.)
Vorbeiklettern: Jeweils links und rechts startet ein Teilnehmer. Aufgabe ist, dass die beiden Kletterer aneinander vorbei klettern, ohne sich zu berühren.

SICHERHEITSHINWEISE: Hinter jedem Boulderer steht eine Person und sichert, ohne zu berühren, er spottet. Das Überklettern von der einen auf die andere Seite des Boulderzeltes sollte nur nach Absprache erlaubt werden. Max. 4 Personen zeitgleich auf der Boulderwand, pro Seite 2 Personen.

Balken
Eine einfache Übung zum Abbau von Berührungsängsten und zur Schulung des Gleichgewichts. Alle Teilnehmer, max. 15 Personen, stehen auf dem Balken. Sie stellen sich zufällig auf den Balken. Nun sollen sie sich nach verschiedenen Kriterien sortieren, ohne den Balken zu verlassen.
Wer runterfällt, muss auf seine Ausgangsposition zurückkehren (z.B. Dritter von links).

Mögliche Sortierungen:
Geburtstag
Anfangsbuchstaben des Vaters oder der Mutter
Entfernung des Wohnortes zur Schule etc.

3. Swamp
Eine Problemlösungsaufgabe, die kognitive und körperliche Herausforderungen stellt. Die Aufgabe besteht darin, einen Sumpf (Swamp) zu überwinden. Am Startbaum bekommt die Gruppe die drei Holzbalken zur Verfügung gestellt. Aufgabe ist es nun, vom Startbaum über alle sieben Baumstämme über den Sumpf zu gelangen. Hierzu müssen alle Baumstämme besetzt und die Balken hin und her gereicht werden. Der Erste darf den Sumpf erst verlassen, wenn alle im System Swamp sind, also sich keiner mehr vor dem Startbaum befindet.

Berührt ein Balken den Boden, müssen alle von vorne beginnen. Fällt ein Teilnehmer in den Sumpf, stellt er sich wieder hinten an. Nach dem dritten Teilnehmer, der in den Sumpf gefallen ist, muss die Gruppe von Neuem beginnen.

SICHERHEITSHINWEISE: Es ist nicht erlaubt, von Baumstamm zu Baumstamm zu springen und die Balken dürfen nicht geworfen werden! Auf jedem Baumstamm dürfen max. zwei Personen stehen, auf einer Holzlatte dürfen ebenfalls max. zwei Personen stehen. Maximale Gruppengröße für die Aufgabenstellung: 20 Personen. Spotten bei Fortbewegung der Teilnehmer im Swamp ist unumgänglich.

4. Mohawk Walk
Eine schöne und motivierende Gruppenaufgabe. Die Aufgabe besteht darin, zunächst eingemeinsames Ziel zu definieren und dieses anschließend auch gemeinsam zu erreichen.
Die Gruppe versammelt sich am Startbaum und definiert ihren Zielbaum (mind. der vierte Baum). Dann müssen die Teilnehmer versuchen, auf dem Stahlseil balancierend, das Ziel zu erreichen. Gegenseitige Unterstützung und Hilfestellung sind hier unumgänglich. Wer runterfällt, stellt sich hinten am Startbaum wieder an. Alle Teilnehmer müssen den Zielbaum erreichen!

SICHERHEITSHINWEISE: Es ist nicht erlaubt, alleine über das Stahlseil zu rennen. Auf jeder Seite von jedem Stahlseilabschnitt muss mind. eine Person zum Spotten stehen. Gespottet werden muss bei jeder Fortbewegung der Teilnehmer auf dem Mohawk-Walk. Max. Gruppengröße 20 Personen.